In die Glauer Berge

Am Sonntag bin ich die Tour in die Glauer Berge, gleich vor den Toren Berlins, nach längerer Zeit mal wieder gelaufen und war beeindruckt davon, wie abwechslungsreich diese Tour doch ist. Es ist ein wenig als durchwandere man die verschiedensten Brandenburger Landschaften auf kleinstem Raum.

Sowohl dem eingefleischten Gebirgswanderer, als auch dem Brandenburgkenner ist klar, dass die Einstufung der Tour bei Outdooractive als „schwer“ nicht ganz ernst zu nehmen ist. Dennoch verlangt das Ganze einem gewisse Anstrengungen ab. Das liegt weniger an den Steigungen, die die Tour tatsächlich auf eher kürzeren Strecken hat. Vielmehr liegt das an den Wegen. Denn in der Umgegend von Glau liegt einiges vom vielbesungenen Märkischen Sand auf dem Boden. Das immer wiederkehrende Durchschreiten der Sandpassagen, macht sich dann auch irgendwann in den Waden bemerkbar.

Dennoch sind die etwas mehr als 20 Kilometer auch für ungeübte Wanderer in einem Tagesmarsch sehr gut zu schaffen. Diejenigen die mehr wollen, können die Runde in der Gegend sehr schön erweitern. Das ausgedehnte Naturschutzgebiet des Nuthetals bietet dazu viele Möglichkeiten.

An Einkehrmöglichkeiten fehlt es auf der Tour nicht. In Blankensee hat man gleich mehrere Gaststätten, einen Fischladen und eine Bäckerei – das Ganze hat Ausflugsort-Charakter. Baden kann man im Blankensee allerdings nicht, denn der steht unter striktem Naturschutz. Entsprechend lohnt es sich hier umsomehr ein Fernglas dabei zu haben und die zahlreichen Wasservögel vom Bohlensteg aus zu beobachten. Will man aber eine Sommerwanderung mit Bademöglichkeit machen, muss man einen kleinen Umweg einbauen und einen der anderen nahegelegenen Seen nehmen.

Überhaupt bietet die Tour reichhaltige Natur- und Landschaftserlebnisse. Die vielen unter Naturschutz stehenden Streckenabschnitte, sind Lebensraum zahlreicher Arten. Die besondere Fülle die man hier zu sehen bekommt liegt auch am abwechslungsreichen Charakter der Landschaft. Die Gegenden um die Nuthe und den Blankensee sind flache wasserreiche Landschaften. Dazwischen liegt die Endmoränenlandschaft der Glauer Berge. Hier gibt es sogar weite Aussichten. Es lohnt sich den Weg etwas abzuwandeln und den Löwendorfer Berg mitzunehmen. Hier gibt es nämlich einen Aussichtsturm.

Bei der Abwandlung des Weges, wie auch bei seiner Bewanderung, sollte man allerdings ein wenig aufpassen und einen Kompass oder ein GPS dabeihaben – es stimmt nicht mehr alles so, wie es in dem doch schon recht alten Track verzeichnet ist. Stellenweise ist sogar das Begehen von kartenverzeichneten Wegen mittlerweile unerwünscht, weil Anwohner sich hier ärgerliche Privatstraßen errichtet haben. Alles was ihnen ausserdem so gehört haben sie großzügigst umzäunt. In Brandenburg ist das leider eine immer wiederkehrende Unsitte.

Nur in Brandenburg – Wir wollen nicht, dass Du durch
Nur in Brandenburg – Wir wollen nicht, dass Du durch unsere Straße gehst.

Teilweise fehlen auch Wege und man läuft ein wenig querfeldein, was in der Gegend kein Problem ist und eher Spass macht. Für den Weg könnte man also noch einmal etwas tun und vielleicht zeichne ich in den kommenden Wochen einmal einen frischen GPS-Track auf.

Die Wanderung ist eine unbedingte Empfehlung für jede Jahreszeit und gehört zum Besten, was man in der Nähe Berlins als Tagestour erwandern kann.

 

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2 Gedanken zu „In die Glauer Berge

    1. Hallo Marc,

      das freut mich! So kann man Dinge eben auch offline über ein ganz klassisches Gästebuch beim Löwendorfer Turm finden ;).

      Als ich dort war, habe ich ein Video über Taschenöfen gemacht. Das muss ich die Tage mal zusammenschneiden und hier hochladen.

      Viele Grüße!

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