Rundwanderung Bad Harzburg

An unserem letzten halben Tag im Harz wollten wir selbstverständlich noch etwas laufen. Darum entschieden wir uns für eine kurze Runde in der Gegend von Bad Harzburg – eigentlich mehr ein Spaziergang. Trotzdem hat uns dieser Weg sehr überzeugt. Zudem konnten wir hier noch vier Stempel der Harzer Wandernadel mitnehmen.

Start ist in Bad Harzburg am zentralen Parkplatz Nordhäuser Straße. Kommt man hier mit dem Auto her, sollte man Kleingeld für die Parkgebühren mitbringen, die halbe Stunde kostet – so zumindest erinnere ich das – 25 Cent. Am Parkplatz befindet sich auch die Touristeninformation. Von hieraus beginnt man sogleich den Aufstieg auf den Burgberg.

Die Aussicht von Oben ist wirklich beeindruckend und man schaut weit über die Ebene, sollte aber mit zahlreichen Besuchern rechnen, dann man kann auch mit der Seilbahn auf den Burgberg fahren und das ist sehr beliebt.

Mehr Ruhe bietet der weitere Weg. Man geht nun zur Säperstelle und von hieraus zum Kreuz des deutschen Ostens. Wie man auch immer politisch zu diesem Großprojekt der Landsmannschaften stehen will, die Aussicht von hier oben ist grandios.

 

Nach zwei weiteren Kilometern erreicht man das Gasthaus Rabenklippe. Hierfür eine große Empfehlung! Man sitzt idealerweise draussen mit einer großartigen Aussicht auf den Brocken. Bei Sonnenschein kommt hier wirkliches Hüttengefühl auf. Die Bedienung ist freundlich und locker, der Chef ist Bäckermeister und entsprechend sind die Kuchen großartig. Das Essen ist nicht schlechter: Spezialität des Hauses ist das Harzer Speckbrot – Wer das Konzept Schinkenbrot einmal grundsätzlich durchnehmen will, der bestelle dies. Man merkt hier, dass man im niedersächsischen Teil des Harzes ist, die Gastronomie und die Gastfreundschaft ist einfach sehr gut.

Nach Verlassen der Rabenklippe findet man sogleich das Luchsgehege. Auch hier sollte man sich einen Moment nehmen, um die Tiere zu beobachten. Einige sind von Menschen aufgezogen und wenig scheu. Man kann leicht hängenbleiben, weil einem das Changieren zwischen Mietzekatze wie Zuhause und Tiger einige Knoten ins Gehirn zieht – komischerweise kennt man Tiger ja besser als Luchse.

Der Weg ist nun etwas weniger Abwechslungsreich und man kommt zum Molkenhaus. Auch hier ist eine Einkehrmöglichkeit. Nach kurzem Abstieg verfolgt man den Kalteltalbach. Hier wurde mit EU-Geldern der Baumwipfelpfad geschaffen: Ein Naturlehrpfad auf Stelzen. Dem Bachtal steht er so gut zu Gesicht wie eine Achterbahn. Bevor man das Paradox des Naturlehrpfades hoch über den Bäumen und dem Waldboden überdenken kann, ist man wieder am Parkplatz.

Für Spaziergänger und Wanderer, die eine kurze Strecke aus Bad Harzburg suchen, ist diese Weg absolut empfehlenswert. Man genießt beste Ausblicke und eine sehr gute Gastronomie für Wanderer.

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